Schon vor einigen Tagen hatten meine Mum und ich ein Plakat gefunden, auf welchem ein Mobility bei uns in der Nähe ausgeschrieben war. Dabei handelt es sich um ein Spassturnier, auf welchem man mit den Hunden einen Parcours absolvieren muss. Wir waren vor einigen Jahren bereits auf einem Military (ungefähr dasselbe, nur dass die Posten dort auf eine gewisse Wegstrecke verteilt sind), was uns damals sehr viel Spass gemacht hat, da wollten wir uns diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen, also haben wir heute Morgen Chili, Noly und Kaya eingepackt und sind hin gefahren.
Dort angekommen, mussten wir erstmal das Startgeld bezahlen, konnten auch kurzerhand Kaya den Kassiererinnen zum Babysitten überlassen, und dann gings auch schon los. Mag sein, dass die Reihenfolge der Hindernisse nicht ganz korrekt ist... Das erste Hinternis war eine relativ steile A-Wand, die Chili jedoch mühelos überwand. Dann musste sie sich auf ein wackelndes Brett setzen und dort eine halbe Minute sitzen bleiben, ebenfalls kein Problem für sie. Danach gings durch einen Agility-Tunnel und daraufhin war durch einen Reifen springen angesagt. Überhaupt kein Problem für die Kleine...
Auch der Regenschirm, den wir zwei mal öffnen und schliessen mussten, während der Hund still sitzen blieb, war kein Problem. Das nächste war jedoch schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt... Der Hund hätte ein Spielzeug ca. 15 m weit tragen müssen. Da aber ja (ausser Kaya :D ) keiner unserer Hunde apportieren will, wollte Chili natürlich auch diese Aufgabe nicht machen... Nun ja, egal.
Als nächstes mussten wir den Hund voran auf einen Tisch schicken, wo er dann einige Sekunden sitzen/stehen/liegen bleiben musste. Als Hilfe konnten wir zuerst so tun, als ob wir ein Leckerli auf den Tisch legten, was schliesslich auch bei Chili die richtige Wirkung zeigte. So meisterten wir auch diese Übung. Als nächstes war Slalom angesagt, was Chili erstaunlich brav und ohne an der Leine zu ziehen meisterte. Beim nächsten Hindernis mussten wir den Hund dann festbinden und uns eine Minuten hinter eine Sichtschutzwand stellen. Der Hund musste dann eine Minute dort warten, ohne zu bellen oder zu winseln. Auch dies war für Chili überhaupt kein Problem.
Als nächstes mussten Chili über einen Steg gehen und sich in der Mitte hinlegen. Daraufhin folgte eine Art Wippe aus zwei Fässern und einem Brett, auf welchem der Hund 30 Sekunden liegen bleiben musste. Danach ein Sprung und schliesslich musste ich Chili in einem Fahrradanhänger ins Ziel schieben. (irgendwas hab ich noch vergessen, aber was? *grübel*). Jedenfalls haben wir 14 von 15 möglichen Punkten erreicht und somit „bestanden“. Mama und Noly hatten etwas weniger Glück, sie bekamen nur 11 Punkte und haben deshalb knapp wegen einem Punkt nicht bestanden... Spass gemacht hats trotzdem, und es gab auch einen Trostpreis.
Nachtrag: Stimmt, irgendwann am Anfang war noch so ne Art Flattervorhang, wo die Hunde durchmussten. Natürlich auch kein Problem für Chili 
Nachdem wir etwas getrunken, Croissants gegessen und Lose gekauft hatten, wagte ich mich mit Chili noch durch den Funparcours, wo wir total versagten *lach* Chili hatte scheinbar nicht mehr so wirklich Lust und rannte lieber unter den Sprüngen durch als dass sie drübersprang. Der Sacktunnel war dann jedoch wieder kein Problem für sie, und apportieren wollte sie natürlich auch dieses Mal nicht, obwohl ich ihr extra noch einen Stock gesucht hatte *grummel* Aber nun ja ^^ Wir haben uns dann als Preis ein Halsband ausgesucht, türkisfarben und weiss unterlegt, steht ihr eigentlich ziemlich gut 
Jedenfalls hat das ganze total Spass gemacht, uns und den Hunden. Vielleicht werde ich nun zukünftig in dem Verein mit Kaya trainieren gehen, die scheinen dort echt cool zu sein. Von Kaya waren ja sowieso mal wieder alle total begeistert, der Fotograf hat uns die ganze Zeit verfolgt *lach* Mal schauen wann er die Fotos auf die Vereinshomepage stellt... Ich bin jedenfalls gespannt, Chili hat er nämlich beim Anhänger fahren auch noch geknipst, und Noly nach Mamas Aussagen ebenfalls 
Puh, schon wieder „nur“ ein Beitrag über die Hunde... Ich muss wohl mal wieder was mit den Ponys machen... Mit Kincsi bin ich vor einigen Tagen kurz spazieren gegangen, was relativ gut ging. Ich staune immer wieder, wie unerschrocken der Kleine ist. Uns überholten Mofas, Roller, Autos, neben der Strasse grub Harnas fast die Weide um weil er nicht mit konnte – und er latschte gemütlich am langen Strick nebenher :D Nur als wir an einer Kuhweide vorbeikamen und die Kühe alle bockend angerannt kamen, hatte ich mit einem Mal einen wilden, piaffierenden, schnaubenden Hengst neben mir... Er liess sich aber problemlos halten. Muss wohl in den nächsten Tagen noch n paar Mal da vorbei damit er sich daran gewöhnt... Ansonsten ist er ja wirklich ne coole Socke... Ich muss überhaupt wieder etwas mehr mit ihm machen, Fu will ich auch mal wieder anspannen... Mal gucken ob ich Zeit finde (oder eher: nen Babysitter für Kaya *seufz*)...
Puh, wie schnell die Zeit vergeht... Morgen ist Kaya schon seit zwei Wochen bei uns. Einerseits kommt es mir vor, als ob ich die Kleine erst gestern abgeholt hätte, andererseits ist es, als ob sie schon immer bei mir gewesen wäre... Ich kann mir ein Leben ohne das kleine Tierchen schon gar nicht mehr vorstellen. Und sie wird bestimmt nicht mein letzter Chihuahua sein 
Mittlerweile hat sich die Kleine hier richtig gut eingelebt. Chili hat sowas wie die Ersatzmutter-Rolle übernommen, die beiden spielen oft miteinander, kuscheln und rennen zusammen rum. Benji hat sie soweit akzeptiert; es besteht gegenseitig kein wirkliches Interesse, aber auch keinen Hass oder ähnliches. Bei Noly müssen wir noch ein wenig aufpassen, aber es geht schon von Tag zu Tag besser.
Kaya ist mittlerweile jedermanns Liebling, alle die sie sehen und kennen lernen sind sofort in sie vernarrt; auch die, die anfangs von ihrer Anschaffung überhaupt nicht begeistert waren. Dennoch zeigt die Kleine deutlich, zu wem sie gehört. Sie rennt zu den Leuten, springt an ihnen hoch etc. und flitzt dann sofort zu mir zurück, ständig hin und her. Wenn sie jemand „fremdes“ hochhebt kommt es vor, dass sie die ganze Zeit zittert, bis sie wieder zu mir kommt.
Überhaupt werde ich die ganze Zeit auf Schritt und Tritt von ihr verfolgt, nicht mal mehr alleine aufs Klo kann ich ;-) Aber das stört mich nicht mal wirklich... Immerhin halte ich es auch kaum ohne sie aus... OK, nachts ist es manchmal nicht soo toll, dass sie sich am liebsten direkt auf mein Gesicht legen würde nur um mir so nahe wie möglich zu sein, aber mittlerweile haben wir diesbezüglich Lösungen gefunden, die trotzdem noch genügend Körperkontakt für uns beide mit sich bringen *grins* Die Nacht schläft sie meistens durch bis ungefähr morgens um sechs, wo sie dann das erste Mal wieder raus muss
Alles in allem: Ich habe es noch keine Sekunde bereut, sie zu mir geholt zu haben, trotz all dem Ärger am Anfang. Das mit der Stubenreinheit wird langsam, sie zeigt mir nun wenn sie mal raus muss und pinkelt mühelos draussen im Garten, auch wenn das Gras noch nass ist ;-) An der Leine lief sie ja sowieso von Anfang an wie ein Profi. Und sie zeigt immer wieder deutlich, dass sie kein Tussi- bzw. Handtaschenhundchen sein will, so wie sie teilweise rumflitzt und tobt. Und sie hasst es auch regelrecht rumgeschleppt zu werden und flitzt oft mal eben schnell die Treppe hoch, damit ich sie auch bestimmt nicht tragen kann *grummel*
Wenn wir sie hingegen irgendwohin mitnehmen bleibt sie problemlos in ihrer Tasche oder im Hunderucksack und schläft dort auch ruhig. Auch als wir letztes Wochenende in Thun babysitten waren, war sie die ganze Fahrt hindurch ruhig und hat geschlafen und sich durch nichts stören lassen. Auch beim spazieren gehen bleibt sie schön ruhig im Rucksack bis ich sie runterlasse und sie ihre 15 Minuten, die sie momentan darf, laufen lasse.
Soo, und da ich nicht mehr weis was ich noch schreiben könnte, hier noch einige Fotos:


Ich weiss nicht mehr genau, wie die Schnapsidee entstanden ist, dass ich nun umbedingt und so schnell wie möglich einen Chihuahua haben MUSS. Der Wunsch nach einem eigenen Hund „nur für mich“ war ja schon länger da, mir war klar, dass ich es nie im Leben durchbringen würde irgend was grosses anzuschleppen, und ausserdem hatte ich einer Bekannten ja schon des öfteren angedroht demnächst ihre kleine Chi-Dame zu entführen... Wieso also nicht einen eigenen suchen?
So ging es los... Die Bekannte hatte in letzter Zeit des öfteren mal Fotos von Hunden, die ein Zuhause suchen, auf Facebook gestellt, und irgendwann war schon mal die Rede von nem Notfall gewesen, wo 40 Chi's ein neues Zuhause suchten. Also wurde – natürlich ohne ein Wort zu meinen Eltern – erstmal besagte Bekannte angeschrieben und um Rat gefragt und nebenbei Gratis-Inserate studiert.
Noch immer mit der Bekannten schreibend, welche auf eine Antwort von der Kollegin mit den 40 Notfällen wartete, schickte ich schliesslich einige Mails los und erhielt auch prompt Antworten. So gingen einige Mails hin und her, und als ich schliesslich die Hoffnung aufgegeben hatte von den Inseratleuten noch irgendwas zu hören, gab mir meine Bekannte noch die Website eines Züchters aus dem Ausland, der seine Welpen auch in die Schweiz brachte.
Als dort der Kontakt bereits hergestellt war und ich mir bereits einen Welpen von dort ausgesucht hatte, bekam ich überraschend doch noch eine Antwort von der einen Hobbyzüchterin. Die Hündin, für die sie einen Platz gesucht hatte, war besichtigt und gleich mitgenommen worden, aber sie hätte noch ihre Schwester, die von ihrer ersten Familie wieder zurückgekommen wäre. Ich könne ja mal vorbeikommen und mir die kleine Kaya anschauen.
So stieg ich also letzten Samstag in den Zug nach Willisau, wo mich Brigitte, die Züchterin, am Bahnhof abholen würde. Nach 1.5 Stunden, die mir eine Ewigkeit vorkamen, war ich schliesslich dort und fand nach kurzem Suchen schliesslich auch Brigitte. Wir fuhren zu ihrem Haus, wo uns auch schon eine Horde Chihuahuas, zwei Schäferhunde und eine dicke Katze entgegengewuselt kamen. Und schliesslich holte Brigitte noch meine kleine Kaya raus.
Wir setzten uns auf die Terrasse, wo wir etwas tranken, während Kaya zufrieden auf meinem Schoss vor sich hin schlief und wir uns unterhielten. Die restlichen Chis wuselten unterdessen um unsere Beine herum, hüpften auf die freien Stühle etc. Schliesslich meinte Brigittes Patentochter plötzlich, sie würde gerne wissen wie Kaya später mal aussieht, woraufhin ich wie automatisch meinte: „Ich schick euch dann Fotos.“ Brigitte grinste mich nur an und meinte: „Dann nimmst du sie also?“ Mit Blick auf das Häufchen Hund auf meinem Schoss sagte ich schliesslich zu.
So ging es also wieder lange 1.5 Stunden, diesmal noch mit einem Hundebaby im Gepäck, zurück nach Hause. Meine Eltern, welche noch immer nichts davon gewusst hatten, warnte ich unterwegs mit einer SMS vor; sie waren, milde ausgedrückt, nicht gerade begeistert, vor allem mein Vater nicht... Doch bereits am selben Abend kam er noch zu mir hoch in mein Zimmer, knuddelte Kaya und Chili, die beide bei mir im Bett schliefen, und somit war das Eis gebrochen und die kleine Maus durfte bleiben.
Mittlerweile hat sie sich schon recht gut bei uns eingelebt. Wir lieben uns abgöttisch, sie rennt mir auf Schritt und Tritt hinterher und würde am liebsten in mich hinein kriegen. Mit den drei anderen Hundis läuft es auch sehr gut; vor allem mit Chili hat sie sich verbündet, sie ist nun wohl sowas ähniches wie Kayas Tante oder grosse Schwester. Benji akzeptiert sie anstandslos, obwohl die kleine freche Maus ihn schon mal in die Nase gebissen hat als sie auf meinem Schoss sass und er zu nahe kam. Bei Noly sind wir noch etwas vorsichtig; er knurrt noch öfters wenn sie sich begegnen, hat aber noch nie Anstalten gemacht ihr was zu tun...
So bin ich also kurz entschlossen und mehr oder weniger ungeplant (oder zumindest nicht langfristig geplant) zur Hundebesitzerin geworden, und es ist einfach total toll. Ich liebe dieses kleine Tierchen so abgöttisch, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen... Sie ist einfach sowas von wundervoll... Und wird in Zukunft bestimmt des öfteren hier im Blog auftauchen. Und nun, quasi zum Abschluss, noch einige Fotos:
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Verstecken spielen unter der Rhabarberpflanze:

Grauer Minibus: *Auf Parkplatz fahr*
Vany: Sind das jetzt die, die wir eben überholt haben? Diese Polen?
Jays: Nee, das waren keine Polen, das waren Pelgier!
Vany: *In Hamburg durch ein Kaufhaus stolper*
Mam: Huch, pass auf!
Vany: Ich wollte nur nen Seit zur Schritte machen!
„Wir haben nen Schrank, den kann man aufmachen!“
Hühner: *Durch Volendam watschel*
Papa: *Entzückt ist* Guckt mal, die haben Füsse!
Wir fahren über ne Brücke, darunter ein Fluss mit nem Schiff, das Sand siebt (?)
Vany: Das sieht aus wie ein schwimmendes Fisch!
Eltern: ?
Vany: Ähh Schiff!
Eltern: ??
Vany: Argh, ich meine Flugzeug!
Jays: *Aus Restaurant komm*
Ne Horde Typen: *vorbeigeh*
Typ: *Jaysiih anglotz*
Anderer Typ: Lueg die nid so ah, die isch z chlii!
Wir laufen über den Hotelparkplatz und schauen uns die Nummernschilder an.
Vany: Oh, Finnen! Ach nee, Franzosen...
Am nächsten Tag:
Vany: *Auf Auto deut* Oh, noch mehr Finn...zosen!
Gestern habe ich mit Fuego mal wieder ein kleines „Experiment“ gewagt. Ich war in letzter Zeit zufällig im Reitforum auf einen Thread zum Thema „Schweifriemen“ gestossen und habe daraufhin ein wenig gegoogelt, ob es denn auch möglich ist ohne diesen zu fahren. Ich konnte mir nämlich durchaus vorstellen, dass sich Fuego deshalb manchmal beim Fahren so anstellt – kann ja auch nicht sonderlich angenehm sein... Also fuhr ich zum Stall, streute und holte dann die Pferde wieder rein.
Fuego gönnte sich nur ein Maul voller Heu und stand dann die ganze Zeit am Paddock“tor“, als ob er wissen würde dass ich noch etwas mit ihm machen will. Ich holte unterdessen meine Kutsche und alles hervor und fütterte kurz unsere Päppelkatze, bevor ich ihn dann schliesslich holte, nur kurz die wichtigsten Stellen putzte und dann gleich mal das Selett auflegte. Ich befestigte das Sieltec-Hintergeschirr wieder daran und öffnete dann dessen Schweifriemen. Ursprünglich hatte ich vor, noch ein weiteres Stück Seil daran zu befestigen und dann die beide zusätzlichen Riemen am Hintergeschirr zu befestigen.
Jedoch passte das Hintergeschirr irgendwie hinten und vorne nicht mehr, und so entschloss ich mich, es gleich „ohne alles zu versuchen“ und habe das gesamte Hintergeschirr wieder ausgeschnallt. Zuvor hatte ich bereits die Schere der Kutsche noch etwas verstellt, sie ist nun sozusagen gerade (zuvor ging sie ja vorne leicht zusammen), sodass Fuego vorne ordentlich Platz hat. Zuvor hatten sich des öfteren die Leinen im Bogen der Schere verfangen, wenn mein Pony mal wieder meinte, eine Vollbremsung einlegen zu müssen...
Dann wurde also angespannt, und Fuego hob reflexartig den Schweif an, als ob er immer noch einen Schweifriemen drinn hätte. Auch die ersten Schritte waren etwas verkniffen, bevor er zu begreifen schien: „Hey, ich kann mich frei bewegen! Nichts mehr was drückt und ziept!“
So ging es dann los, ich hatte sicherheitshalber immer einen Fuss auf der Bremse, was sich dann aber fast als Unnötig erwies, denn ich hatte selten so ein lockeres, entspanntes und cooles Pony vor der Kutsche.
Lediglich einmal gab es kurze Probleme, als wir zu einer überdimensionalen Schlauchrolle kamen, welche zum Felder bewässern eingesetzt wurde. Ich hatte jedoch schon damit gerechnet und trat rechtzeitig auf die Bremse, als das Fu einen Sliding Stop hinlegte. Wie gewohnt versuchte er, rückwärts zu rennen und machte, als er gegen die Kutsche stiess einen überraschten Satz vorwärts und ging weiter. Dooferweise war er dabei über den einen Strang getreten, sodass ich dann doch abstieg, ihn wieder entwirrte und ihn dann erstmal an dem „Ungeheuer“ vorbeiführte, wendete und wieder zurück ging und schliesslich wieder aufstieg und ohne weitere Probleme daran vorbei fuhr.
Die Fahrt ging genau so locker weiter wie sie angefangen hatte, und ich fasste langsam Mut und liess Fu auch Traben und kurz Galoppieren, wobei er die „neu gewonnene Freiheit“ ausnutzte und richtig Gas gab, aber immer noch kontrollierbar war. Auf dem Rückweg fuhren wir gleich nochmal an dem „Ungeheuer“ vorbei, diesemal ohne Probleme; nun schienen ihm eher die Rohre am Wegrand gefährlich zu sein, aber er ging ohne zu murren daran vorbei. Ich versuchte ihn noch etwas näher dran zu lenken, damit er sie beschnuppern konnte und sah, dass sie harmlos waren. Aber näher als auf ca. nen Meter wollte er dann doch nicht ran. Egal, er ging ja trotzdem brav dran vorbei...
In flottem Trab ging es dann zurück bis ins Dorf und in gemütlichem Schritt wieder zum Stall zurück. Dort spannte ich aus. Fuego wirkte richtig glücklich und dankbar, wollte kuscheln und wurde auch ordentlich gelobt und beknuddelt. Ich wusch und ölte ihm noch kurz die Hufe und brachte ihn dann auf den Paddock. Danach wurde noch mein Grosser ein wenig beknuddelt, und schliesslich räumte ich mein Zeug weg und machte mich dann, den Jungs noch ein „Gute Nacht!“ zurufend, auf den Heimweg.
Eigentlich wollte ja Lena ein neues Pferd, nicht ich... In Betonung auf "eigentlich"
Aber das ganze nun mal von vorne...
Leider mussten wir Cindy ja letztes Wochenende über die Regenbogenbrücke schicken, weil altersbedingt einfach ihre Beine nicht mehr wirklich wollten...
Die Süsse ist stolze 32 Jahre alt geworden.
Zuvor hatten ihre Besitzerin Lena und ich ausgemacht, dass wir dieses Wochenende an die BEA, eine schweizer Pferdemesse, fahren wollen. Also fragte ich vor einigen Tagen nach, ob sie denn nun trotzdem mitkommen würde. Sie meinte daraufhin, dass sie das auf jeden Fall wollen würde, und wir verabredeten uns eigentlich für heute. Dann jedoch bekam ich am Donnerstag eine SMS, ob wir auch erst am Sonntag hinfahren könnten, sie würden sich am Samstag, also heute, noch ein Pferd anschauen gehen und ich könne mit, wenn ich wolle. Im Chat mit Lena erfuhr ich dann noch mehr über den Kleinen. Ein Schimmelchen, etwa 1.45 gross und zehn Jahre alt. Es wurde lange nichts mit ihm gemacht, und nun muss er weg, weil die Besitzer Probleme mit dem Tierschutz haben und deshalb nicht alle ihre Pferde behalten können. Schlachttermin stand bereits fest...
Natürlich bin ich mitgefahren, und nach einigem Rumirren erreichten wir schliesslich den geplanten Treffpunkt. Kurz darauf trudelte schliesslich auch Paula, die Freundin des bisherigen Besitzers, ein und lotste uns zum Hof. Schnell wurde klar, woher die Probleme mit dem Tierschutz kamen: Die Pferde lebten noch in Standhaltung und die Stalldecke war definitiv zu niedrig um darin Grosspferde zu halten... Nun soll zwar alles umgebaut werden, dennoch müssen nach Auflage des Tierschutzes nun einige Pferde weg...
So betrachteten wir uns also Schimmelchen Harnas und seine übrigen Stallgenossen, welche übrigens alle ausnahmslos in Top-Zustand waren und super gepflegt, wurden zum Mittagessen eingeladen und waren total begeistert von Harnas, als wir uns diesen schliesslich auch noch in Bewegung anschauen konnten. So war es also bald schon beschlossene Sache, dass das Schimmelchen zu uns kommen wird. Wir sind dann immer wieder hin, um ihn zu knuddeln, und irgendwann steckte schliesslich der kleine zweijährige daneben seine Nase rüber und begann mit mir zu kuscheln. Als wir dann das nächste Mal zu Lenas Mama und den Stallbesitzern zurück gingen, meinte ich eigentlich nur scherzhaft: "Der kleine schwarze daneben will wohl auch mit." Wenn ich gewusst hätte, was diese Worte verursachen würden...
Jedenfalls meinten die Stallbesitzer nur: "Ja, macht doch, nehmt ihn mit! Der hat den selben Schlachttermin wie Harnas..."
Gedanke 1: Soll ich?
Gedanke 2: Nein, das kann ich nicht bringen...
Gedanke 3: Meine Eltern würden mich Killen...
"OK, ich nehm ihn..."
Ähm, ja, und so bin ich zu einem neuen Pferd gekommen... Vielleicht etwas mehr zu ihm: Er heisst Kincsem (benannt nach einem ungarischen Rennpferd; der Name bedeutet "mein Schatz"
, wird im August oder September drei Jahre alt und ist momentan etwa um die 1.40 m gross, soll aber laut Besitzer ca. 1.45 bis 1.50 werden. Seine Mama ist ein Pony (keine Ahnung was für ne Rasse genau), sein Papa ein Schweizer Halbblut. Er ist ein total knuffiger dunkelbrauner und momentan noch Hengst, was sich dann aber, sobald er hier ist, schnellstmöglich ändern wird...
Und gestern Nachmittag kam dann ein Anruf von Lena: Wir müssen zum Stall, die Pferde kommen! Wir haben uns also schnellstmöglich auf den Weg gemacht. Beim Stall angekommen, stand schon ein Auto mit Pferdeanhänger auf dem Vorplatz; von hinten konnte man einen weissen und einen braunschwarzen Popo erkennen 

Die Vorbesitzer hatten die beiden gleich persönlich vorbei gebracht, und wir brachten sie dann in den Offenstall. Die Shettys waren noch auf der Weide. Die beiden flitzten erstmal vom Stall in den Paddock und wieder zurück, beschnupperten Stall und Boxen etc. Ich habe Kincsi dann von seinem alten Halfter befreit, der arme hatte schon Druckstellen auf der Nase. Das neue, das ich ihm gekauft habe, passt ihm zum Glück perfekt. Erst wollte er es sich nicht so wirklich anziehen lassen, aber schussendlich gings dann.
Beim Wälzen hat Kincsi dann erstmal das Abtrennband zwischen ihm und Harnas kaputt gemacht, er hat sich aber relativ schnell beruhigt, und dann sind beide zusammen rumgeflitzt. Wir haben dann schliesslich die Shettys reingeholt, grosses Beschnuppern über die Boxenwand, Fuego hat gequietscht wie ne Stute
Wir haben dann Kincsi und Harnas wieder in ihre Boxen gebracht und das Abtrennband wieder gespannt.
Heute Morgen war dann alles noch ganz, und die zwei standen völlig entspannt auf den Paddocks. Wir waren positiv überrascht, aber vermutlich ist es schon ein grosser Unterschied für die beiden von Standhaltung zu nem Stall, in dem sie frei wählen dürfen, ob sie raus oder rein wollen... Kincsi kam auch sofort zu mir, hat mich beschnuppert und liess sich streicheln und schliesslich schon viel besser aufhalftern als am Vortag. Ich bin dann ne Runde mit ihm die Strasse auf und ab gegangen, was sehr gut lief. Er ist ein echter Schatz.
Später will ich dann nochmal hin, noch mit Fuego ne Runde fahren und Kincsi zumindest putzen, vielleicht auch nochmal ein wenig rumführen. Hach, aber ich freu mich
Er ist so ein Schatz... 
...wenn auch dieses Mal von meiner Seite aus *seuufz* Dabei sah anfangs alles eigentlich gar nicht so schlecht aus... Aber irgendwie war da trotzdem ein schlechtes Gefühl, vielleicht wegen dem schnellen Wechsel und dass ich da ja praktisch überhaupt nichts mitzureden hatte und das ganze einfach über meinen Kopf hinweg entschieden wurde... Aber nun mal von vorne...
Okay, also, wo fang ich an... Hmm... Erstmal habe ich festgestellt, dass es hier wirklich völlig anders ist als in Nivala. Die Leute, das Haus, und überhaupt... Vor allem heute und überhaupt in den letzten Tagen habe ich mich immer mal wieder dorthin zurückgewünscht ... Ich vermisste es; die Familie, Miska, das Haus, die Umgebung, die Dunkelheit in der Nacht, die „Freiheit“...
Auch wenn ich eigentlich grundsätzlich ein richtig tolles Wochenende hatte. Am Samstag Morgen hat mich Suzy um acht rum geweckt (huch?) und meinte, es gäbe Frühstück. Dort habe ich dann erfahren, dass ich nun scheinbar doch am Samstag auch noch arbeiten muss -.-' Nun ja... Eigentlich macht arbeiten und nicht arbeiten hier ja keinen soo grossen Unterschied, weil ich auch in der Freizeit ständig mit der Familie zusammensitze und mit dem Zwerg spiele etc.
So gings dann erstmal in die Stadt, einkaufen und so, wo ich meistens den Zwerg im Buggy vor mich her schieben durfte. Das ganze verlief eigentlich ohne weitere erwähnenswerte Zwischenfälle, und danach holten wir Hugo vom Fussballtraining ab und fuhren dann nach Hause, wo es erstmal Futter gab – und zwar so richtig schön ungesundes *lach* Pommes, Würstchen, so ne Art Hühnchenfrikadellen und sowas halt – und zum Nachtisch wie fast immer Eiscake...
Danach hab ich erstmal mit Hugo und Mika zwei Spiel gespielt und joa... ich bin grad nicht mehr sicher, ob das auch an dem Tag war oder erst am Sonntag, aber irgendwann an dem WE haben Hugo und ich uns noch ne Mr. Bean-DVD angeschaut und dazu Popcorn gegessen. Und irgendwann – ich glaub das war dann am Sonntag, bin mir aber nicht sicher – haben sie mir dann auch noch nen ganz tollen Willkommenskuchen gebacken und mir ein kleines Geschenk überreicht.
Na ja, diese Gedanken von wegen „ich gehöre hier nicht hin“ und das Gefühl, dass das ganze hier einfach falsch ist, blieb trotzdem irgendwie, auch wenn ich es mir noch immer nicht so recht erklären konnte. In Nivala hatte ich mich von Anfang an und bis zum Schluss zu Hause gefühlt, und hier war es einfach immer nur... seltsam. Obwohl mich der Zwerg und der Hund total lieben, ich im Normalfall mit Komplimenten überhäuft werde und naja...
Und gestern kam dann der Hammer. Ich war aufm Klo, und dort steht so ne Dose mit ner Mango-Bodylotion oder sowasem rum, die ich dann mal aufgemacht habe, um daran zu riechen. Dabei klebte dann von dem Zeug auch n bisschen was am Rand, das mir dann an der Hand kleben blieb, woraufhin ich es halt eingeschmiert hab – immerhin steht das Zeug dort so öffentlich rum, dass es wirklich jedem, der dort aufs Klo geht, zuruft: „Benutze mich!“
Jedenfalls kam ich dann zurück und Suzy meinte plötzlich, es rieche nach Mango. Sie ist dann auch gleich mal ins Bad, kam mit der Dose in der Hand zurück und fragte mich, ob ich davon genommen hätte. Ich natürlich, nein, hab nur drann gerochen, was ja auch stimmte. Da meinte sie dann auch sofort von wegen ich solle doch das nächste Mal fragen und überhaupt... oO Okay...
Nach dem Abendessen, ich sass bereits in meinem Zimmer und las, rief sie mich dann plötzlich nach unten und fragte mich ernsthaft, ob ich Hugos Fleisch vom Teller geklaut hätte o___O Ähm...? Mal abgesehen davon, dass ich zu dem Zeitpunkt, als Hugo noch am essen war, schon bereits wieder vom Tisch weg war – habe ich es wirklich nötig, nem achtjährigen sein Essen zu klauen? Was denken die eigentlich von mir?!
Später, ich war gerade irgendwas am tipseln, kam Suzy dann noch in mein Zimmer und hat mich nochmal voll angepflaumt wegen den beiden Sachen. Und sie habe auch noch mit Elise telefoniert, die auch gesagt hätte, ich habe bei ihr Essen geklaut o___O Bitte? Es hiess dort doch klipp und klar, dass ich mir nehmen kann was ich will, was soll ich denn dort also bitte geklaut haben? Und dann meinte Suzy noch, und sie möge es nicht, wenn jemand die Schränke aufmacht und so. Toll .___. Ähm, ich war dabei die Spülmaschine auszuräumen, da muss ich doch gucken, wo ich die blöden Teller hinräumen muss. Immerhin hab ich ja keinen Röntgenblick und sehe durch Schranktüren...
Ähm ja, während dieser Standpauke ist mir dann mal unter Tränen rausgerutscht, dass ich nach Hause will und dass sich das ganze hier einfach total schlecht und falsch für mich anfühlt. Suzy meinte dann, es wäre meine Entscheidung, aber die Kids lieben mich ja nun mal so sehr und ich hätte mich nun mal an Regeln zu halten und blabla... Eigentlich ein Wunder, dass sie mich danach noch ins Internet gelassen hat... Dort hab ich dann mit einigen Leuten darüber gelabert (u.a. Auch andere Au Pairs), die mir dann auch geraten haben, in jedem Fall hier weg zu gehen und joa...
Ironischerweise habe ich dann in der letzten Nacht das erste Mal... nicht wirklich gut, aber zumindest besser als in den Nächten zuvor geschlafen und war deshalb heute früh auch relativ erholt. Dennoch... Und das war dann auch das erste, was Suzy mich fragte: Ob ich mich schon entschieden hätte ob ich gehen wolle, sie müsse sich sonst nach jemand anderem umsehen... Ich war erstmal überrumpelt und meinte, ich wisse es noch nicht, müsse erstmal mit meinen Eltern und überhaupt...
Da kam dann wieder der Spruch dass es meine Entscheidung wäre, die Kleinen mich ja so sehr lieben würden (jaa, so sehr dass ich schuld sein darf, weil der Grosse sein Fleisch ganz aufisst, was er vermutlich nicht hätte tun sollen...) und ich mich in jedem Haushalt an Regeln halten müsse und überhaupt, es seie nun mal nicht einfach Au Pair zu sein und... Habe ihr dann auch gesagt, dass es ja nicht nur deshalb wäre, ich (mir) nur nicht genau erklären konnte wieso noch...
Naja, jedenfalls wollte es heute nicht so richtig klappen mit der Arbeit, schon das Frühstück ist mir irgendwie leicht schief gegangen (war aber geniessbar), und mit dem Kleinen spielen wollte auch nicht so richtig klappen... Irgendwie hab ich den Vormittag dann doch noch vorbei gekriegt und auch noch mit meiner Mutter telefoniert, die dann auch meinte, ich solle doch nach Hause kommen und erstmal warten, bis ich die Antwort aus Norwegen bekomme.
Allerdings hatte ich der GM dort Elises Mailadresse gegeben, und wenn die ihr jetzt nun irgendwelchen Mist schreibt von wegen Essen klauen oder sowas und ich deshalb dort nicht hin kann... Ich weis nicht was ich dann machen würde. Elise umbringen. Oder mich – ja, wohl eher mich... *seufz* Aber vielleicht übernimmt das ja auch schon Suzy, wenn ich ihr gleich erkläre, dass ich mich nun entschieden habe und nach Hause fahren will...
"Nachtrag": Suzy hat mich am nächsten Tag erneut gefragt, ob ich schon wisse, ob ich gehen wolle oder nicht, woraufhin ich meinte, dass ich es noch nicht wisse, aber mich einfach irgendwie bei ihnen nicht so richtig wohlfühle. Daraufhin meinte sie, ich solle gehen... Sie hatte auch schon drei neue Interessenten... Bin mittlerweile zu Hause angekommen und weis nicht, ob ich es bereuen soll oder nicht... :0/ Ich vermisse Finnland jetzt schon...